Entscheidungen treffen erscheint schwierig: junge Frau fährt sich ratlos mit den Händen durch die Haare.

Entscheidungen treffen: Wie Du die Macht über Dein Leben zurückbekommst

Einer der Gründe, warum so viele Menschen unzufrieden oder gar unglücklich sind, ist ein Gefühl von Machtlosigkeit. Machtlosigkeit dem eigenen Leben gegenüber. Sie tun sich schwer, Entscheidungen zu treffen, empfinden sich als Opfer der Umstände und verlieren womöglich im Laufe der Zeit sowohl Hoffnung als auch Antrieb und Anspruch, das zu ändern.

Ein Stück weit ist es womöglich verlockend, wenn man für nichts die Verantwortung übernehmen muss, weil man das Opfer ist. Es scheint so schön bequem.

Tatsächlich sind die Folgen alles andere als bequem und natürlich muss man auch dafür die Verantwortung übernehmen. Quasi erst recht! Für mich persönlich ist die Opferrolle eine regelrechte Horrorvorstellung. Ich weiß, wovon ich rede – ich hatte diese Position jahrzehntelang inne. Heute sieht das anders aus. Jetzt weiß ich, wie Freiheit sich anfühlt!

Internale und externale Kontrollüberzeugung

Menschen, die in der Opferrolle verharren, haben eine hohe externale Kontrollüberzeugung. Sie sind davon überzeugt, dass ihr Leben vorrangig von außen bestimmt wird. Das geht oft mit einem höheren Stresslevel einher.

Dagegen haben Menschen mit einer hohen internalen Kontrollüberzeugung – die also glauben, die Kontrolle in ihrem Leben selbst zu haben – ein besseres Selbstbewusstsein, eine höhere Selbstmotivation, weniger Stress und Depressionen und in Tendenz ein längeres Leben.

Die gute Nachricht: Wir können die eigene Kontrollüberzeugung beeinflussen. Aber wie kann das gelingen?

Entscheidungen treffen – je mehr, desto besser!

Du kennst das vielleicht: Eine Entscheidung steht an, Du bist unsicher, die “Faktenlage” und das Bauchgefühl passen nicht zusammen. Du haderst, zauderst, wartest ab. Je wichtiger die zu treffende Entscheidung und je weitreichender die Folgen, desto länger dauert dieser Zustand an. Das kostet nicht nur jede Menge Energie – es geht auch zu Lasten Deiner Kontrollüberzeugung. Denk immer daran: mit jeder Entscheidung, die Du nicht triffst, lässt Du jemanden oder etwas anderes entscheiden – über DICH und DEIN Leben!

Trainiere, Entscheidungen zu treffen – egal wie groß. Ich kenne Menschen, die verbringen 10 Minuten vor dem Joghurtregal im Supermarkt, weil sie sich nicht für eine Sorte entscheiden können. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit! Setz Dir ein Zeitlimit für kleine Entscheidungen. Hör auf Deinen Bauch, hadere nicht, verschwende keine Energie. Musst Du größere Entscheidungen treffen, sammle Argumente dafür und dagegen, wäge ab – aber hör auf jeden Fall auch auf Deine Intuition.

Sei vorsichtig, dass Du keine Scheinargumente dazu mogelst, weil Du das Ergebnis entgegen Deines Bauchgefühls beeinflussen willst. Das rächt sich. Wann immer ich in meinem Leben eine Entscheidung gegen mein Bauchgefühl gefällt habe, hat es sich hinterher als falsch herausgestellt. Falls Du noch immer keine Entscheidung fällen kannst, weil Du vermeintlich (!) nicht weißt, was Du willst, habe ich zwei super Tipps für Dich.

Lifehack No. 1: Antworten “fühlen” und bessere Entscheidungen treffen

Jetzt ist Deine Vorstellungskraft gefragt. Angenommen, Du hast zwei Jobangebote. Die Jobs selbst sind ähnlich gut, aber einer ist in Bremen und einer in Hamburg. Beides Städte, die Du kennst, aber Du kannst Dich nicht entscheiden. Jetzt nimm an, Du hättest Dich für Bremen entschieden. Stell Dir vor, wie Du dort bist, in der neuen Firma, in Deiner neuen Wohnung, vielleicht beim Bummeln im Schnoorviertel oder beim Joggen an der Weser. Wie fühlt es sich an?

Dann mache exakt das Gleiche mit Hamburg: Stell Dir bildlich vor, Du hättest Umzug und alles schon hinter Dir und würdest dort Leben. Wie ist es dort, wie fühlt es sich an? Sei ehrlich und aufmerksam beim Beobachten Deiner Gefühle – es kann gut sein, dass dort schon die Antwort liegt.

Lifehack No. 2: Die Würfelmethode als ultimative letzte Entscheidungshilfe

Ich glaube, dass wir intuitiv immer wissen, was wir wollen und was gut für uns ist. Wenn die damit einhergehenden Folgen aber unbequem sind, neigen wir dazu, dieses Wissen zu ignorieren. Wenn Du herausfinden willst, was Du wirklich willst, würfel. Ja – das ist mein Ernst. Wenn Du glaubst, dass es darum geht, den Zufall entscheiden zu lassen, bist Du allerdings schief gewickelt.

Die Zahlen 1-3 repräsentieren Entscheidung A, die Zahlen 4-6 stehen für Entscheidung B. Jetzt lass das kleine Ding über den Tisch purzeln. Wenn der Würfel gefallen ist, achte auf Deine Reaktion, Deine ersten Gedanken und Emotionen. Ist es ein innerliches “Yippieh!!!” oder ein “Oh, shit …”?

Da hast Du Deine Antwort.

Entscheidungen treffen lässt sich trainieren

Wie immer eine gute Nachricht zum Schluss: Je öfter Du es tust (und zwar zügig), um so leichter wird es Dir fallen. Erst nur bei den kleinen Entscheidungen, später auch bei den Großen. Du wirst Stück für Stück die Macht über Dein Leben zurückbekommen. Es wird sich wahnsinnig gut anfühlen. Also leg los, erschaffe Dir das Leben Deiner Träume!

Für den Moment wünsche ich Dir wieder einmal: einen glücklichen Tag.
Lass es Dir gut gehen!

Anika von HappyByMyself

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Bildquelle: John-Mark Smith auf Unsplash

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