Die dunkle Jahreszeit endet: Wintersonnenwende in Stonehenge

Gut durch die dunkle Jahreszeit mit Tageslichtlampe und Co.

Die dunkle Jahreszeit ist zwar schon zur Hälfte rum, dennoch liegt die zweite Hälfte noch vor uns. Früher habe ich damit massive Probleme gehabt. Die Laune permanent im Keller, oft niedergeschlagen, lustlos und wenig Energie. Heute sieht das komplett anders aus. Geholfen hat mir dabei unter anderem eine Tageslichtlampe, die ich auch schon im Artikel “Corona und der Lockdown – So kommst Du besser durch die zweite Welle” empfohlen habe. Diesen und einige weitere Tipps, wie Du Dich gegen den Winterblues wappnen kannst, findest Du in diesem Artikel.

Die dunkle Jahreszeit aufhellen: Mehr Energie dank Tageslichtlampe

Es heißt ja nicht umsonst dunkle Jahreszeit. Da die Tage im Winter deutlich kürzer sind als im Sommer und meist das Wetter auch nicht so dolle ist, fehlt uns vor allem eines: Licht. Genauer: Tageslicht. Das hat Einfluss auf unseren Hormonhaushalt, denn Tageslicht hemmt die Produktion des sogenannten Schlaf-Hormons Melatonin, das im Gehirn in der Zirbeldrüse gebildet wird und unseren Tag-Nacht-Rhythmus regelt.

Fehlt das Tageslicht, produzieren wir mehr Melatonin, was oft zu mehr Müdigkeit und manchmal auch zu Winterdepressionen führen kann. Hier kann eine Tageslichtlampe Abhilfe schaffen. In skandinavischen Länder, wo die Sonne im Winter noch weniger scheint und es noch dunkler ist, sind Tageslichtlampen längst etabliert. Lichttherapie wird – auch hierzulande – übrigens auch aktiv gegen Depressionen eingesetzt.

Ich habe seit Jahren eine Tageslichtlampe im Büro stehen. Anfangs habe ich die Bedienungsanleitung ignoriert und mich gewundert, warum ich abends plötzlich nicht mehr ins Bett finden konnte. Ich wurde schlichtweg nicht müde, weil das Licht mich so gepusht hat und ich den Hinweis, wie lange ich das Ding anlassen und wann ich es spätestens abschalten sollte nicht gelesen und befolgt hatte. Heute mache ich das nur noch manchmal absichtlich – wenn eine Nachtschicht ansteht …

Tageslichtlampen sind günstig in der Anschaffung und der Effekt kann enorm sein. Ich habe ein Exemplar von Beurer (unbezahlte Werbung) für ca. 40 €.  Die Lampe ist etwa so groß wie ein Tablet, und mit Hilfe des umsteckbaren kleinen Ständers kann man sie waagerecht oder senkrecht aufstellen. Sie ist sehr schlicht und wie ich finde, dadurch optisch ganz ansprechend. Eine Anschaffung, die für mich ein echter Gamechanger war und die ich Dir wärmstens ans Herz legen kann!

Wie steht es um Deinen Vitamin-D-Haushalt?

Vitamin D bildet unser Körper grundsätzlich erst einmal selbst. Dafür braucht er aber Sonnenlicht – direkt auf unserer Haut. Dafür ist die dunkle Jahreszeit nur bedingt geeignet. Denn die Sonne scheint im Winterhalbjahr deutlich weniger und steht auch nicht so hoch. Zu allem Überfluss verbringen viele von uns genau die Zeit, wo die Sonne im Winter überhaupt herauskommt, nämlich tagsüber, in geschlossenen Räumen am Arbeitsplatz. Und wenn wir rausgehen, sind wir womöglich noch dick eingemummelt. Das kann zu einem Vitamin-D-Mangel führen. 

In Studien wurde festgestellt, dass depressive Menschen oft auch an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Ob die Einnahme von Vitamin-D dagegen helfen kann, ist noch nicht endgültig geklärt. Hier gibt es zwei Lager. Ich spreche hier ausdrücklich keine Empfehlung aus, sondern kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten.

Seit Jahren nehme ich ergänzend Vitamin-D zu mir und der Effekt war bei mir sehr deutlich. Ich habe mehr Energie, bin besser gelaunt. Es gibt Stimmen, die von der Wirkung absolut überzeugt sind und die Einnahme von hochdosiertem Vitamin-D für unerlässlich halten. Es soll noch viele weitere positive Effekte haben, auf die ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen will. 

Ich empfehle Dir, Dich ausführlich zu informieren. Frag Deinen Hausarzt, lass eventuell Deinen Vitamin-D-Spiegel bestimmen, hol Dir vielleicht noch eine weitere qualifizierte Meinung ein und befrag das Internet. Hier der immer gültige Rat, kritisch gegenüber den Quellen zu sein – in alle Richtungen.

Und natürlich kannst Du eines tun, was ich Dir sowieso ans Herz legen würde: Geh raus, so oft Du kannst. Wann immer die Sonne scheint und Du Zeit hast – vor die Tür mit Dir! Solltest Du auf den ersten Blick keine Zeit haben, frag Dich, ob das, was Du eigentlichen tun wolltest, nicht auch bis zur Dunkelheit warten kann. Selbst wenn Du rausgehst: solltest Du eine Tageslichtlampe haben, nutze sie auf jeden Fall ergänzend.

Bewegung tut gut – von Sport bis Spaziergang

Sport hilft bei Depressionen heißt es und scheint im Gehirn eine ähnliche Wirkung zu entfalten, wie Antidepressiva. Das belegen inzwischen verschiedene Studien. Allerdings gibt es auch gegenteilige Stimmen. Wie bei allem anderen auch, scheint es wie immer eine Frage der Art und der Dosis zu sein. Aber wenn ich eh schon antriebslos bin, wie um alles in der Welt soll ich mich dann noch zu Sport aufraffen?

Mir hat geholfen, den Anspruch herunterzuschrauben: Es muss kein Sport sein, Bewegung reicht schon. Das kann sein, was immer Dir Spaß macht. Von Spazierengehen über Rad fahren bis hin zu joggen ist es egal, was Du tust, Hauptsache, Du bewegst Dich. Das tut nicht nur Deiner Psyche gut, sondern auch Deinem Körper gut. Klar ist die dunkle Jahreszeit nicht gerade ideal für Bewegung draußen, weil es so früh dunkel wird. Aber zur Not tust Du drinnen etwas für Dich: Yoga, Gymnastik, Kraftübungen mit dem eigenen Körper, tanzen – was immer Du magst.

Wenn schon futtern, dann das Richtige

Gerade im Winter haben viele Menschen ja mehr Lust auf ein deftiges warmes Essen. Das macht sich unter Umständen auch auf der Waage bemerkbar und liegt auch das ein oder andere Mal vielleicht etwas schwer im Magen. Und dann wäre da noch die Vorweihnachtszeit, die uns mit allerlei Leckereien umgarnt, die meist in die Kategorie “Hüftgold” fallen.

Du bist, was Du isst, heißt es. In der Tat: je mehr verarbeitetes und/oder ungesundes Essen wir uns einverleiben, um so eher hat es einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit und unmittelbar auch auf unser Energielevel. Überleg einmal, wie Du Dich nach einer dicken Portion Currywurst-Pommes fühlst und im Vergleich, vielleicht nach einem Gemüse-reichen Gericht mit etwas Reis und Geflügel?

Bei mir könnte ich gleich noch ein paar andere Gerichte ergänzen, die mich komplett lahmlegen. Schnitzel mit Pommes, Mettbrötchen und Grünkohl mit Bregenwurst und reichlich Röstkartoffeln, … alles wahnsinnig lecker, aber absolute Garanten für ein Fresskoma, das sich gewaschen hat. Hast Du Dir eines dieser oder ein ähnliches Gericht gegönnt, ist Dein Körper vermutlich für einige Zeit mit nichts anderem als Verdauen beschäftigt. Da bleibt dann kaum Energie für was anderes über.

Bei allem, was Du so isst, stell Dir drei Fragen:

Erstens: Hat es gelebt?
Zweitens: Hat es Sonne gesehen?
Drittens: Wurde es weiterverarbeitet?

Beispiel: Mais in Form von Gemüse hat gelebt und Sonne gesehen und wurde noch nicht weiterverarbeitet. Bei Cornflakes, die zwar aus Mais gemacht werden, ist weder das eine noch das andere der Fall. Frage 3 können wir wiederum mit einem dicken JA beantworten. 

Je mehr Vitalstoffe in Form von gesunder Nahrung Du zu Dir nimmst, umso vitaler wirst Du Dich fühlen. Was nicht heißt, dass Du Dir konsequent alles andere versagen sollst. Das schlägt ja mitunter auch auf die Stimmung.

Such Dir einen Grund zum Feiern und hell die dunkle Jahreszeit mal anders auf

Der Feind allen Trübsinns ist, etwas zu Feiern. Das holt Dich aus Deiner Alltagsroutine und ist etwas besonderes. Heute gibt es einen tollen Anlass, etwas, das Du zelebrieren könntest. Denn heute ist der 20.12. und die Wintersonnenwende steht unmittelbar bevor. Ab Morgen, 11:02 Uhr unserer Zeit, werden die Tage wieder länger. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Wenn Du Lust hast, das zu zelebrieren, hat das English Heritage ein tolles Event für Dich. Von heute Nachmittag an bis morgen Vormittag wird die Wintersonnenwende live aus Stonehenge gestreamt. Vielleicht möchtest Du zuschauen?

Hier gibt es alle Infos: https://www.english-heritage.org.uk/visit/places/stonehenge/things-to-do/solstice/ , die Übertragung erfolgt über die Social Media-Kanäle, unter anderem über Facebook unter https://www.facebook.com/englishheritage/live/

Für den Moment wünsche ich Dir auch heute wieder: einen glücklichen Tag.
Lass es Dir gut gehen!

Anika von HappyByMyself

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Bildquelle: Philip Mackie auf Unsplash

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